Trinkwasserqualität: Was muss ich wissen?

Quellwasserkugeln. © Institut für Strömungsforscung
Quellwasserkugeln. © Institut für Strömungsforscung

Im Institut für Strömungswissenschaften widmet sich Manfred Schleyer mit seinem Team neben der Grundlagenforschung auch der ganz konkreten Untersuchung von Trinkwasserqualität. Dabei sind Anregungen entstanden, die jede und jeder in seinem Alltag berücksichtigen kann.

 

Herr Schleyer, Sie haben erforscht, welchen unterschiedlichen Einfluss PET- und Glasflaschen auf die Wasserqualität haben. Wie waren die Ergebnisse?

Kunststoff verhärtet und vermindert die sonst üblichen Wirkungen des Wassers – Stärkung und Kräftigung – auf den menschlichen Organismus, er bringt diese wie zum Erstarren. Dies zeigt sich gerade auch im Strömungsverhalten des Wassers und bei den Algen, die ebenfalls im Wachstum verändert sind. Das ist vor allem bei PET der Fall. Gereinigte Glasflaschen sind dagegen unproblematisch, sie geben so gut wie keine wasserfremden Inhaltsstoffe ab und beeinflussen das Strömungsverhalten des Wassers nicht.

Das Material der Flaschendeckel kann jedoch die Wasserqualität mindern, sofern es sich um eine Kunststoffeinlage mit Weichmachern handelt. PE- oder Aluminiumdeckel mit einer dünnen Kunststofffolie weisen heute keine auffällige Beeinflussung mehr auf. Bei einigen Herstellern gibt es hierbei erhebliche Verbesserungen, man verwendet zum Beispiel Hartkunststoff. Wenn es sich um Mehrwegflaschen handelt, kann es zu möglichen Reinigungsmittelrückständen kommen, die die Wasserqualität mindern. Bei der Abfüllung in PET stellen wir zudem fest, dass insbesondere mäßiges Wasser im Vergleich zu hochwertigem Wasser an Qualität verliert.

Was ist gutes Wasser?

Im Gesetz wird Wasserqualität über negative Kriterien beschrieben. Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss eine Schädigung der menschlichen Gesundheit nicht zu befürchten ist. Wasser sollte aber nicht nur nicht schädigend, sondern förderlich, also gut für den Organismus sein! Ein gutes Wasser belebt und kräftigt, wirkt erhebend im Sinne von Leichte vermittelnd, erhellend und die Bewusstseinskräfte klärend. Auch werden Bewegungsprozesse im Organismus angeregt, die Physiologie kommt in Schwung. Es bringt unsere physiologischen Prozesse wieder in einen Zusammenhang, in der Regel wird man harmonischer.

Das weiter oben genannte Wasser mit verringerter Strömungsqualität wirkt dann kraftlos, arm, beschwerend und wie eine Dunkelheit im Organismus verbreitend, also schwächend. Eine Kräftewirksamkeit, die ein Wasser vermittelt, ist dann sehr deutlich zu spüren, wenn sie im Kontrast verkostet wird. Lässt man ein Wasser einen Tag lang offen stehen und vergleicht dann beide Wässer, stellt man trotz stofflicher Gleichheit fest, dass das offen gestandene Wasser schal, wie arm und kraftlos wirkt und augenscheinlich etwas verloren hat.

In welchen Fällen ist es sinnvoll, mein Leitungswasser untersuchen zu lassen?

Eine erste Frage ist immer: Woher entstammt das Wasser? Aus einem geschützten Naturraum, wo es keinen menschlichen Einflüssen wie der Landwirtschaft oder Abwässern ausgesetzt ist, oder wurde es schon mehrfach aufbereitet? Hier gilt: je mehr behandelt werden musste, desto stärker muss man auch Prozesse vermuten, welche die Qualität mindern. Hilfreich ist immer, die Analyse durch den Wasserversorger anzufordern.

Die häusliche Situation ist ebenfalls zu begutachten. Insbesondere bei alten Leitungen wird empfohlen, das Wasser immer erst laufen zu lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt. Man vermeidet dadurch Leitungs- und Standeffekte. Oft kann aus diesen einfachen Fragen schon auf ein unbeeinträchtigtes Grund- oder Quellwasser oder ein wahrscheinlich beeinträchtigtes Wasser geschlossen werden. Sicherheit liefert aber nur eine Laboruntersuchung.

Wie kann ich selbst die Qualität von Wasser herausfinden?

Die genaue Beurteilung von Qualität benötigt Sorgfalt, eine Schulung und Erfahrung. Aber es gibt erste einfache Möglichkeiten. Ein Selbsttest beginnt damit, sich einen Ruheraum zu schaffen und ein Wasser in einer meditativen Stimmung zu verkosten. Hilfreich sind Wässer verschiedener Herkunft, also Leitungs- oder Mineralwasser zum Beispiel, da große Unterschiede zunächst leichter wahrnehmbar sind. In dieser Meditationssituation in Gelassenheit und Unbefangenheit nimmt man einen Schluck Wasser zu sich und verfolgt, welche Änderungen sich im Vergleich zu vorher einstellen. In dieser Ruhe kann man im Alltag oft unbemerkte Wirkungen feststellen, dass zum Beispiel im Organismus Strömungen beginnen, eine Stärkung oder auch Schwächung des Organismus, Veränderungen als Ausdruck unserer Physiologie. Je nach Wasser fallen diese Veränderungen sehr spezifisch aus.

Was kann man speziell bei Leitungswasser zur Verbesserung tun?

Zunächst sollte man schauen, ob man nicht schon ein hochwertiges, die Lebenskräfte stärkendes Wasser zum Beispiel als Leitungswasser zur Verfügung hat, was nicht selten der Fall ist!

Wenn organische Verunreinigungen bestehen oder ein Wasser gechlort ist, empfehlen wir eine Reinigung mit Aktivkohle, welche diese Substanzen entfernt und eine deutliche Verbesserung bewirkt. Für die Entfernung von Inhaltsstoffen wie Kalk, Nitrat oder anderen anorganischen Substanzen gibt es zwar wirkungsvolle Reinigungsverfahren, hier finden wir dann aber andere qualitative Beeinträchtigungen, sodass wir zurzeit kein Verfahren empfehlen können. Bei weiteren Behandlungen empfehlen wir Verfahren, die Naturprozesse nachahmen. Bei speziellen Behandlungsgeräten ist die Materialbeschaffenheit wichtig. Vorzuziehen ist Edelstahl, da es das Wasser nicht verändert.

Weiterhin finden sich Behandlungsgeräte, welche versprechen, ein Wasser zu verbessern, eine sogenannte „Vitalisierung“ oder „Energetisierung“. Hierbei stellen wir oft fest, dass diese Behandlung das Wasser wie öffnet und es nun empfänglich wird zur Vermittlung neuer Wirkungen, das Wasser bei der Behandlung aber auch mitgebrachte Eigenschaften verliert, also auch die eines guten Wassers! Dafür drückt sich nun der neue Impuls ab. Eine Verwirbelung zum Beispiel vermittelt einen anregenden Bewegungsimpuls.

Bei Verfahren, die sich elektromagnetischer Prozesse bedienen, stellen wir Veränderungen fest, welche nicht aus natürlichen Zusammenhängen bekannt sind, sondern denen der Technik entstammen und dem Lebendigen widerstreben. Es treten antreibende, aber irritierende, Nervosität auslösende und zwanghaft antreibende Wirkungen auf, welche schließlich zu Disharmonie oder einer Schwächung führen können. Viele Behandlungen führen zu einer Vereinseitigung, vermittelt wird ein Hauptimpuls, welche den Organismus anregen, aber auch belastend wirken kann.

Es ist immer hilfreich, sich auch in der Region nach guten Quellen umzuschauen. Viele davon sind auch als Trinkwasser ausgewiesen, werden also hygienisch kontrolliert. Man kann zum Beispiel einen kleinen Ausflug machen, das Wasser in saubere Glasflaschen füllen und diese zu Hause kühl und dunkel lagern wie Mineralwasser. Das hält einige Wochen.

Ein Ausflug in die Phänomene des Wassers, seinen Zauber und sich ein wenig Zeit zu nehmen, es verstehen zu lernen, kann auch an anderer Stelle hilfreich sein.

Die Fragen stellte Andrea Kreisel.

Das Institut für Strömungswissenschaften in Herrischried arbeitet privat, unabhängig und gemeinnützig in freier Trägerschaft durch den Verein für Bewegungsforschung. Zurzeit sind sieben Mitarbeiter im Institut tätig, sowohl ehrenamtlich als auch in Voll- oder Teilzeit. Das Institut gibt neben seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit die Publikation „WasserZeichen“ heraus, aus der viele praxisnahe Beiträge auch kostenlos zum Download angeboten werden. Hier eine Auswahl zum Thema Wasserqualität zum Nachlesen.

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Unter "Redaktion Info3" firmieren bisweilen folgende Redakteur*innen und Autor*innen: Dr. Jens Heisterkamp, Dr. Silke Kirch, Laura Krautkrämer, Ronald Richter, Felix Hau. In der Regel ist das nur bei rein nachrichtlichen Texten oder bei Interviews der Fall.