Freundschaft, Glück und Zuversicht – Info3, Juli/August 2016

Freundschaft, Glück und Zuversicht. Zeitschrift Info3, Ausgabe Juli/August 2016

Freundschaft, Glück und Zuversicht

Zeitschrift Info3, Juli/August 2016

Einer der drei Titel-Begriffe in diesem Heft heißt Freundschaft. Ein Wort, das auch bei mir persönlich viel auslöst. Wenn ich meine Arbeit bei Info3 überblicke, dann gehört für mich zum Wertvollsten gerade das, was dabei bisher an Freundschaften entstanden ist und weiter entsteht: Freundschaften zu Autorinnen und Autoren, manche davon über viele Jahre und schon reich an Früchten. Manche noch ganz frisch und verheißungsvoll. Manche ganz in der Nähe, andere über Deutschland und die Welt verstreut.

Ich weiß, dass für viele Autoren und auch die engeren Redaktionsmitarbeitenden die freundschaftliche Zuneigung mehr zählt, als es die eher bescheidene wirtschaftliche Entlohnung für ihren Einsatz sein könnte. Ja, ohne Freundschaft würde so manche Seite unserer Zeitschrift leer bleiben. Dafür lebt in diesen Beziehungen etwas, das kaum mit Geld aufzuwiegen ist. Es liegt in dem Interesse an der geistigen Produktivität des anderen. An welchem Thema bist du gerade? Was ist dir Neues begegnet? Wie hat es dich verändert? Und umgekehrt: Was beschäftigt uns/euch gerade bei Info3?

Ein Feld, das sich als besonders fruchtbar für diese Art produktiver geistiger Freundschaft erwiesen hat, ist aus der Herbstakademie Frankfurt hervorgegangen.  Zusammen mit Menschen aus anderen spirituellen Richtungen veranstalte ich sie seit dem Jahr 2006. Zum Trägerkreis dieser Herbstakademie ist im Laufe der Jahre auch eine ganze Reihe von Info3-AutorInnen hinzugekommen. Die Klammer der entstandenen Freundschaften ermöglicht es in diesem Kreis, sich mit großer Offenheit immer wieder auch auf neue Entwicklungen und ungewohnte Ansätze einzulassen. Die Basis zwischenmenschlichen Interesses erweist sich als tragfähiger (und inspirierender!) als jede weltanschaulich vorgegebene Übereinstimmung es könnte.

Wie auch sonst bei der Freundschaft wissen sich die Beteiligten hier akzeptiert, verstanden und oft über lange Zeiträume unterstützt und begleitet. Unnötig zu sagen, dass solche Art von Freundschaft auch in der Lage ist, die Distanz unterschiedlicher seelischer Beheimatungen und sehr verschiedener geistiger Welt-Gegenden zu überwinden.

Im Prinzip spiritueller Freundschaft kommt der individuelle Faktor zu seinem Recht. Das Interesse gilt nicht (nur) dem anderen als Subjekt, sondern der Entwicklung, die sich mit ihm vollzieht. Freundschaft achtet das Gewordene, aber noch mehr interessiert sie sich für das Werdende. Ganz so, wie es auch unser Autor Jelle van der Meulen in seinem neuen Buch „Der Ruf der Freundschaft“ ausführt, das ich Ihnen von Herzen zur Lektüre empfehlen möchte. Vielleicht lesen Sie es sogar zusammen mit Ihren Freunden! Einen Auszug, der hoffentlich Lust auf mehr macht, können Sie schon in diesem Heft genießen.