Rudolf Steiner und das Thema Rassismus – Kontext Band 14

Kontext Band 14: Rudolf Steiner und das Thema Rassimus. © Info3 Verlag 2018

Im Werk Rudolf Steiners kommen vereinzelt diskriminierende und rassistische Bemerkungen vor. Auf diese wiesen und weisen Kritiker der Anthroposophie hin. Von Seiten der anthroposophischen Bewegung wurde darauf in der Regel beschwichtigend mit dem Hinweis auf Steiners humanistisches Welt- und Menschenbild reagiert.

Nichtsdestoweniger wurde das Thema Rassismus bei Steiner auch innerhalb der anthroposophischen Gesellschaft ernsthaft diskutiert und untersucht, wovon das vorliegende Frankfurter Memorandum zeugt. Es unterscheidet fünf Kategorien von Steinerzitate zwischen missverständlichen Formulierungen und tatsächlich rassistischen Äußerungen.

Das „Frankfurter Memorandum“über Rudolf Steiner und das Thema Rassismus erscheint jetzt in Buchform in der Reihe Kontext. Es markiert das (vorläufige?) Ende einer jahrelangen Diskussion über im Gesamtwerk Steiners verstreut vorkommenden rassistischen Äußerungen. Die Autoren, Ramon Brüll und Jens Heisterkamp, kommen zu dem Schluss, dass auch der Vorkämpfer des Ethischen Individualismus sich nicht in jeder Hinsicht von den Denkgewohnheiten seiner Zeit hat lösen können. Das Memorandum hat nachweislich zu einer Versachlichung einer unseligen Diskussion beigetragen und wird in der entsprechenden Literatur vielfach zitiert.

 

Ramon Brüll, Jens Heisterkamp
Rudolf Steiner und das Thema Rassismus
Frankfurter Memorandum
Zweite, um ein Vorwort ergänzte Auflage
Kontext Band 14, Info3 Verlag, ca. September 2018
62 Seiten, Broschur, € 6,00
ISBN 978-3-95779-092-7

 

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